Pullman City Harz – Die Westernstadt
10. April 2009 von Ralf
Seit fast 9 Jahren gibt es im Harz in Hasselfelde im Landkreis Wernigeroder Pullman City. Korrekt muss es Pullman City 2 heissen, denn es ist die zweite Stadt in Deutschland mit dem Konzept einer Westernstadt. Pullman City ist mit dem PKW sehr gut zu erreichen und die Anfahrt ist vorbildlich ausgeschildert. Parkplätze gibt es ausreichend. Von Aussen ist die Stadt komplett mit Palisaden eingezäunt und wirkt dadurch wie eine Art Western-Fort. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 13 Euro dieses Jahr. Montags und freitags wird nur die Hälfte gezahlt. An der Kasse bekamen wir unsere Tickets, einen Lageplan, einen Zeitplan der Vorführungen und … eine Dose Bohnen im Western-Style. Nette Idee! Das nächste Chilli ist gerettet.
Hunde sind (natürlich) erlaubt und kosten keinen Eintritt.
Was wird geboten in dieser Stadt?
Im Sommer ist die Stadt – wie in den echten Western – staubig. Bei Regen kanns dann schon mal matschig werden. Vernünftige Kleidung und festes Schuhwerk sollte man schon anhaben.
Es gibt jede Menge zu sehen und zu erkunden. Indianer-Tipis, Saloon, ein Gefängnis und jede Menge Merchandising. Die Kinder haben eine Menge zu klettern und zu erkunden. Es kann mit der Kutsche gefahren oder geritten werden.
Alle Angestellten haben authentische Outfits an und einige der Besucher passen wirklich in die Westernstadt.
Es gibt einige Vorstellungen am Tag. Die größte Show ist Buffalo Bill’s Wild West. Die Mainstreet wird dann komplett gesperrt und vor der Überquerung wird ausdrücklich gewarnt.
Ein Moderator erklärt das Konzept der Show. Es soll recht authentisch die Zeit der Eroberung des Wilden Westens geschildert werden, also die Zeit von 1830 bis ca. 1871. Es werden in Pullman City zwar Waffen getragen, aber nicht abgefeuert. Auch in der Show gibt es keine Schiessereien oder Schlägereien. Man verfolge ein friedliches Konzept.
Dann übernimmt Buffalo Bill persönlich die Moderation und erzählt in guten Deutsch mit amerikanischen Akzent die Geschichte des Wilden Westens in mehreren Episoden:
Die Besiedlung, die Vertreibung der Indianer, den Pony-Express und die grossen Rindertrecks.
Diese kleinen Geschichten werden von den Darstellern dann umgesetzt. Und alles wirklich ohne Gewaltszenen mit einer gehörigen Portion Witz und Selbstironie.
Die Darsteller sind alle augezeichnete Reiter und die Kutschen und Planwagen rattern lautstark über die Mainstreet. Die Kostüme sehen aus, als wenn wirklich darin gelebt wird und sind entsprechend staubig, abgenutzt und auch geflickt. Das ganze wird per drahtloser Mikrofontechnik über Lautsprecher verständlich übertragen.
Einige Sänger tragen zur Unterhaltung bei.
Besonders beeindruckend sind die Bisons:
Nur wenige Meter von den Zuschauern entfernt, machen die Tiere einen imposanten Eindruck.
Hier noch ein Indianer mit Kriegsbemalung (übringens auch ein Hundebesitzer, wie wir später von ihm erfahren haben):
Das gruseligste an der Show sind die Leichenbestatter – die Untertaker:
Die Show macht beim Zusehen wirklich Spaß und es ist zu merken, dass die Beteiligten zwar mit grossem Ernst, aber auch einer Menge Spass bei der Sache sind.
Ein Besuch lohnt sich. Und nehmt eure Hunde mit, den es gibt eine Menge toller EIndrücke für sie. Die Preise für die Gastronomie sind moderat, so dass es sich den Tag über hier gut aushalten läßt. Abends gibt es Livemusik in den Saloons.
Hier der Link: http://www.pullmancity-2.com/













