Hunde im Auto (Teil 2)
1. Dezember 2008 von Ralf
Für die Sicherheit von Hund und Insassen bei Autofahrten muss der Fahrer sorgen. Kann er nicht festgestellt werden, so haftet der Halter. Hunde müssen im Auto so gesichert werden, dass sie während der Fahrt zu keiner Gefährdung der Verkehrssicherheit führen.
Ein Hund im Auto darf den Fahrer nicht ablenken oder behindern. Ein Hund im Auto sollte so gesichert werden, dass er sich – auch im schlimmsten Fall bei einem Unfall – nicht verletzt.
Ein ungeschützter Hund wird bei einem Unfall zu einem Geschoß im Auto und verletzt sich und andere.
Wie nun transportiert man einen Hund sicher im Auto?
Wichtig ist, dass er sich nicht frei bewegen darf. Ein Hund, der die Sicht nimmt, den Fahrer beim Lenken oder Bremsen behindert, ist grob fahrlässig. Sollte durch Einwirkung des Hundes ein Unfall geschehen, so können die Versicherer ihre Leistung einschränken oder gar einstellen: Fahrer und/oder Halter haften mit ihrem Privatvermögen.
Welche Möglichkeiten habe ich als Hundebesitzer:
1. Gurtsysteme.
Der Hund bekommt ein Geschirr angezogen und wird mit den installierten Rückhaltessystemen des Fahrzeugs verbunden (Quasi wie ein eigener Sicherheitsgurt). Der Hund ist gut gesichert und hat die Nähe des Menschen. Er befindet sich aber im Fahrzeug auf den Postern. Bei zum Schmutz neigenden Hunden kann man noch Schondecken einsetzen. Man muss das Angurten mit dem Hund trainieren. Der Hund sollte auf der Rückbank mitfahren.
2. Trenngitter
Für Kombis, aber auch für Stufenheckfahrzeuge gibt es oftmals als Sonderausstattung des Herstellers solche Trenngitter. Man kann sie aber auch im Zubehörhandel oder im Zoofachgeschäft kaufen. Einige werden nur eigeklemmt, einige werden fest verschraubt. Die Verschraubten halten erfahrungsgemäß besser, aber der Ausbau ist natürlich aufwändiger, sollte das Fahrzeug einmal anders genutzt werden. Die Abtrennungen gibt es als Gitter oder als Netz. Das Netz ist nachgiebiger, macht aber Probleme, wenn der Hund es zerbeißt …
3. Hundeboxen
Hundeboxen gibt es in allen Größen, oft auch genau für ein Fahrzeug passend. Hier gibt es welche aus Kunststoff, Metall oder Gewebe. Die Kunststoffboxen sind oftmals auch als Flugtransportboxen zugelassen. Die Boxen aus Gewebe sind einfacher und leichter ein- und auszubauen. Bei der Entscheidung, sich eine Standardbox oder eine Maßanfertigung zuzulegen muss man sich überlegen, wie lange man das Auto fahren wird. Eine Maßanfertigung paßt oft schon nicht mehr bei einem Modellupgrade (Hatten wird mal bei einem Passat …) Eine Standardbox kann in ein neues Auto mit umziehen.
4. Hundeanhänger
Hat man mehrere oder auch größere Hunde, so bleibt auch die Möglichkeit, sich einen Hundeanhänger zuzulegen. Einige Hundehalter haben damit mehr Probleme als wohl die Hunde selbst. Der Hund ist nicht mehr in der Nähe, sondern vom Menschen getrennt. Die modernen Anhänger sind gut isoliert und damit im Winter warm und im Sommer kühl. Es ist ein Stückchen Zuhause für den Hund und er kann sich im Anhänger wohlfühlen. Mit dem Hund muss der Anhänger trainiert werden und auch der Mensch muss das Fahren mit Anhänger üben. Aber: Höchstgeschwindigkeit 80 km/h (mit Sondererlaubnis 100 km/h) und es gilt das Überholverbot für Gespanne.
Wir haben schon alles probiert. Unser Favorit ist die Hundebox aus Gewebe im Kofferraum geworden. Die Hunde sind gut geschützt. Die Box ist leicht ein- und auszubauen. Nässe und Dreck verteilen sich nicht im Auto.






